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Fülle mir den Becher, Schenke,
denn der Morgen taget hell,
Aber eile und bedenke,
daß der Himmel kreiset schnell. |
Wenn dereinst aus meiner Asche
Kunst des Meisters Krüge schafft,
Füllt sie aus des Magiers Flasche
mit der Rebe Edelsaft! |
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Laß, eh’ wir die Stunde sehen,
da die Welt in Trümmer stürzt,
Lieber uns zugrunde gehen
beim Pokal, den Freude würzt! |
Wähnet nicht, es wirk’ Bekehrung
eure Predigt, lang und breit,
Redet lieber mit Verehrung
von dem Trank der Lauterkeit! |
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Flieh die Träume der Verblendung,
willst du wahre Wonne kosten,
Und die Sonne der Vollendung
steigt dir aus des Bechers Osten! |
Wer der Liebe Wein ergeben,
säet guter Werke Saat;
Gutes Werk sollst du erstreben –
darum, Hafis, auf zur Tat! |
(Übersetzung: G. Jacob)
Dieser Eintrag wurde am November 26, 2006 um 2:03 Uhr vormittags erstellt und unter Without Clash abgelegt. Du kannst die Antworten auf diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen
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November 26, 2006 um 2:11 Uhr vormittags
In Persien wurde früher auch ein angebaut. In der Frühzeit des Islam bereiteten die Frauen aus zerquetschten Datteln einen milden alkoholischen Trank zu, dessen Genuss, solange das Getränk nicht so stark war - nicht verboten war.
März 5, 2007 um 12:19 Uhr nachmittags
Ich finde dies ist ein wundervolles Gedicht, das jeden Menschen anspricht!
März 6, 2007 um 12:26 Uhr vormittags
Danke! Ich habe jetzt noch ein anderes Weblog, welches viel weiter ausgebaut ist: Weblog
Ich würde mich freuen, wenn Sie mein neues Weblog besuchen!
November 5, 2007 um 5:21 Uhr vormittags
Guten Tag, ich suche die alte Version von Hafis (Lebensweisheiten). Wie kann ich dieses Buch in deutscher Sprache erwerben.
Gruss
Esma Kuru